Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Anbieterin, Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die psychologische Beratung und Paarberatung durch Dr. Katharina Lewis, beziehungsweise, Eckartstr. 12, 85586 Poing, Deutschland, E-Mail: info@beziehungsweise-beratung.com, Telefon: +49 176 41759122.

Das Angebot richtet sich an volljährige Personen. Bei Onlineberatungen müssen sich sämtliche teilnehmenden Personen während der Sitzung in Deutschland aufhalten.

Vertragspartner ist die in der Buchung ausdrücklich als solche bezeichnete Person. Bei Paarberatung können eine oder beide Personen Vertragspartner werden. Jede Person, die Vertragspartner wird, muss die vertragliche Erklärung selbst abgeben oder wirksam vertreten sein. Eine Buchung für eine andere Person begründet ohne entsprechende Vertretungsmacht keine Zahlungspflicht dieser Person.

Ist nur eine Person Vertragspartner, schuldet sie das gesamte vereinbarte Honorar und erhält die Rechnung. Sind beide Personen Vertragspartner, wird die Kostenverteilung vor Vertragsschluss ausdrücklich vereinbart; mangels einer anderen ausdrücklichen Vereinbarung trägt jede Person die Hälfte und erhält eine entsprechende Rechnung. Die freiwillige Teilnahme und die datenschutzrechtlichen Erklärungen jeder teilnehmenden Person sind hiervon unabhängig.

Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.

2. Gegenstand und Grenzen der Beratung

Die Beratung unterstützt die persönliche Reflexion, die Gestaltung von Beziehungen und die Bearbeitung individueller oder partnerschaftlicher Anliegen. Geschuldet ist die vereinbarte fachgerechte Beratungsleistung, kein bestimmter persönlicher oder partnerschaftlicher Erfolg.

Das Angebot ist psychologische Beratung und Paarberatung ohne Ausübung von Heilkunde. Es umfasst keine Diagnose oder Behandlung psychischer Erkrankungen und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Das Angebot ist kein Krisen- oder Notfalldienst. Bei akuter Gefahr ist der Notruf 112 zu kontaktieren. Außerhalb der vereinbarten Sitzungen besteht keine ständige Erreichbarkeit. Zeigt sich ein Anliegen, das außerhalb des Beratungsangebots liegt, werden die Grenzen besprochen und gegebenenfalls geeignete weiterführende Hilfen empfohlen.

Die teilnehmenden Personen entscheiden selbst über persönliche Schritte und die Umsetzung von Anregungen. Dies schränkt die gesetzlichen Pflichten und die Haftung der Beraterin nicht ein.

3. Buchung und Vertragsschluss

Die Darstellung eines Termins auf der Website ist noch keine verbindliche Vertragszusage. Mit der Buchung gibt die buchende Person ein Angebot auf Abschluss eines Vertrags über die ausgewählte Sitzung ab. Vor Abgabe einer kostenpflichtigen Onlinebuchung werden die wesentlichen Leistungs- und Preisangaben angezeigt und diese AGB sowie die Widerrufsunterlagen zugänglich gemacht.

Der Vertrag kommt mit Zugang der ausdrücklichen Terminbestätigung per E-Mail zustande. Bei Onlineberatungen wird diese Bestätigung automatisch versandt. Bei Vor-Ort-Terminen erfolgt sie nach Sicherung der Raumverfügbarkeit, innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Buchung. Eine reine Eingangsbestätigung ist keine Terminbestätigung.

Kann ein Vor-Ort-Termin nicht bestätigt werden, wird dies innerhalb dieser Frist mitgeteilt; eine alternative Terminwahl bedarf einer neuen Vereinbarung. Die buchende Person ist nach Ablauf von 24 Stunden ohne Terminbestätigung nicht mehr an ihr Angebot gebunden. Eine spätere Bestätigung gilt als neues Angebot und erfordert ihre Annahme.

Für Buchungen per E-Mail oder Telefon kommt der Vertrag durch die anschließende ausdrückliche Vereinbarung und Terminbestätigung zustande. Diese AGB müssen zuvor wirksam einbezogen sein.

Jeder bestätigte Termin ist eine gesondert vereinbarte Sitzung. Es besteht keine Pflicht zur Buchung weiterer Termine, kein Abonnement und keine automatische Verlängerung. Für neue Termine gelten die jeweils vor ihrem Vertragsschluss vereinbarten Bedingungen. Bestehende Vereinbarungen werden nicht einseitig geändert.

4. Dauer, Preise und Zahlung

Sofern für den konkreten Termin nicht ausdrücklich anders vereinbart, gelten:

LeistungDauerGesamtpreis
Einzelberatung60 Minuten100 €
Paarberatung90 Minuten180 €
Erstgespräch, online30 MinutenKostenlos

Die Preise sind Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Die Teilnahme von zwei Personen begründet bei Paarberatung keinen doppelten Sitzungspreis.

Eine Sitzung kann verlängert werden, wenn dies für den Beratungsprozess sinnvoll ist und die Beraterin verfügbar ist. Die Verlängerung setzt vor ihrem Beginn die ausdrückliche Zustimmung der teilnehmenden Person beziehungsweise bei Paarberatung beider teilnehmenden Personen voraus. Der Vertragspartner beziehungsweise sämtliche Vertragspartner müssen auch dem zusätzlichen Honorar ausdrücklich zustimmen. Vor der Zustimmung werden der vorgesehene zeitliche Umfang und die zusätzlichen Kosten erläutert. Ein Anspruch auf Verlängerung besteht nicht.

Für jede vollständig erbrachte zusätzliche Einheit von 15 Minuten werden bei Einzelberatung 25 € und bei Paarberatung 30 € berechnet. Es wird nicht auf die nächste Einheit aufgerundet; zusätzliche Restminuten unter 15 Minuten werden nicht berechnet. Beispielsweise kosten 20 zusätzliche Minuten eine Einheit und 30 zusätzliche Minuten zwei Einheiten. Diese Regel gilt für kostenpflichtige Einzel- und Paarberatung; das kostenlose Erstgespräch wird nicht ohne gesonderte Vereinbarung in eine kostenpflichtige Beratung umgewandelt.

Zeit, die lediglich eine durch die Beraterin verursachte Verspätung oder Unterbrechung ausgleicht und zur Erbringung der ursprünglich vereinbarten Beratungsdauer dient, ist keine kostenpflichtige Verlängerung.

Die Abrechnung erfolgt durch Sammelrechnungen über mehrere erbrachte Sitzungen. Die einzelnen Sitzungen werden mit Leistungsdatum, Leistungsart und dem jeweiligen Honorar aufgeführt. Berechtigte Ausfallansprüche werden gesondert gekennzeichnet. Abrechnungszeitraum und Versandrhythmus werden mit dem Vertragspartner vereinbart. Jede Sammelrechnung ist innerhalb von 14 Tagen nach Zugang per Überweisung zu begleichen. Gesetzliche Voraussetzungen des Zahlungsverzugs bleiben unberührt. Eine Erstattung durch Krankenversicherung oder andere Kostenträger wird nicht zugesichert; die Zahlungspflicht ist von einer solchen Erstattung unabhängig.

5. Terminabsage und Nichterscheinen

Absagen können per E-Mail an info@beziehungsweise-beratung.com oder über eine angebotene Stornofunktion erklärt werden. Eine schriftliche Erklärung per Brief ist ebenfalls möglich. Maßgeblich ist der Zugang der Erklärung. Ein Verschiebungswunsch wird für den bisherigen Termin wie eine Absage behandelt, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird.

Für die vertragliche Absagemöglichkeit gelten folgende Höchstpauschalen, sofern ein rechtlich ersatzfähiger, von der absagenden Person zu vertretender Ausfall entsteht:

Zugang der Absage vor dem vereinbarten BeginnAusfallpauschale
Mindestens 48 Stunden vorherKeine
Weniger als 48, aber mindestens 24 Stunden vorher25 % des vereinbarten Sitzungshonorars
Weniger als 24 Stunden vorher50 % des vereinbarten Sitzungshonorars

Die Pauschalen dürfen den typischerweise zu erwartenden ersatzfähigen Ausfall nicht übersteigen. Ersparte Aufwendungen und eine anderweitige Belegung des freigewordenen Zeitraums sind zu berücksichtigen. Der Vertragspartner darf ausdrücklich nachweisen, dass überhaupt kein oder ein wesentlich geringerer Ausfall entstanden ist; dann entfällt oder reduziert sich der Anspruch entsprechend. Ein kostenloses Erstgespräch bleibt auch bei Absage oder Nichterscheinen kostenlos.

Bei Nichterscheinen ohne vorherige Absage kann bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere eines Vergütungsanspruchs wegen Annahmeverzugs, das vereinbarte Honorar verlangt werden. Abgezogen werden ersparte Aufwendungen sowie gesetzlich anzurechnender anderweitiger Erwerb oder böswillig unterlassener Erwerb. Es handelt sich nicht um eine unabhängig vom tatsächlichen und rechtlichen Sachverhalt geschuldete Vertragsstrafe. Die Forderung kann höchstens das vereinbarte Honorar betragen.

Diese Regelungen beschränken kein gesetzliches Widerrufsrecht und keine gesetzlichen Kündigungsrechte, insbesondere nach §§ 626 und 627 BGB, soweit anwendbar. Wird der Vertrag wirksam widerrufen oder gekündigt, richten sich die Folgen nach den gesetzlichen Vorschriften; die Absagepauschalen werden nicht automatisch zusätzlich verlangt. Eine bloße Terminabsage kann nach ihrem Inhalt auch eine Kündigung oder ein Widerruf sein; sie wird entsprechend ausgelegt.

6. Verspätungen

Bei verspätetem Erscheinen einer teilnehmenden Person bleibt die vereinbarte Endzeit grundsätzlich bestehen. Eine Verlängerung kann im Einzelfall nach Verfügbarkeit vereinbart werden; ein Anspruch darauf besteht nicht. Soweit die Beraterin zur vereinbarten Zeit leistungsbereit war, gelten für die durch die Verspätung nicht nutzbare Zeit die gesetzlichen Vergütungsregeln einschließlich erforderlicher Anrechnungen.

Beginnt eine Sitzung aufgrund einer Verspätung der Beraterin später, wird die vereinbarte Beratungsdauer nach Möglichkeit durch Verlängerung gewährt. Ist dies nicht möglich, wird das Honorar im Verhältnis der ausgefallenen zur vereinbarten Beratungszeit reduziert. Ein Ersatztermin oder eine andere Lösung kann einvernehmlich vereinbart werden. Die teilnehmenden Personen sind nicht verpflichtet, einer Verlängerung über die vereinbarte Endzeit hinaus zuzustimmen. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

7. Absage durch die Beraterin

Kann die Beraterin einen Termin nicht durchführen, informiert sie so früh wie möglich. Für die ausgefallene Sitzung wird kein Honorar berechnet; bereits gezahltes Honorar wird erstattet. Ein Ersatztermin wird nur im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart. Weitergehende gesetzliche Ansprüche werden nicht ausgeschlossen.

8. Onlineberatung und technische Störungen

Onlineberatung findet über Google Meet statt. Voraussetzung sind eine geeignete Internetverbindung und ein Gerät mit den erforderlichen Audio-/Videofunktionen. Die teilnehmenden Personen sorgen für einen möglichst ungestörten, vertraulichen Raum. Nicht vereinbarte weitere Personen dürfen nicht mithören oder teilnehmen.

Bei Verbindungsproblemen wird zunächst eine Wiederverbindung versucht. Eine telefonische Fortsetzung kommt nur mit Zustimmung aller Beteiligten in Betracht. Ist keine sinnvolle Fortsetzung möglich, werden eine Ersatzleistung oder die Abrechnung der tatsächlich erbrachten Leistung vereinbart. Fällt die Ursache in den Verantwortungsbereich der Beraterin, werden nicht erbrachte Minuten nicht berechnet. Bei Ursachen auf Klientenseite richtet sich ein etwaiger Anspruch nach den gesetzlichen Vorschriften; es gilt keine pauschale volle Zahlungspflicht für jede technische Störung.

9. Vertraulichkeit und Paarberatung

Die Beraterin behandelt persönliche Angaben und Beratungsinhalte vertraulich. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur mit entsprechender Berechtigung, insbesondere aufgrund einer wirksamen Zustimmung oder einer gesetzlichen Pflicht beziehungsweise gesetzlichen Erlaubnis. Es wird keine absolute Vertraulichkeit unabhängig von gesetzlichen Ausnahmen zugesichert.

Bei Paarberatung werden die Zusammenarbeit und der Umgang mit möglichen Einzelkontakten vorab besprochen. Ohne gesonderte Vereinbarung werden keine regelmäßigen Einzelberatungen als Bestandteil der Paarberatung durchgeführt.

Vertrauliche Einzelmitteilungen werden nicht automatisch an die andere Person weitergeleitet. Sind sie für die gemeinsame Beratung wesentlich, wird zunächst mit der mitteilenden Person besprochen, wie sie freiwillig in die gemeinsame Sitzung eingebracht werden können. Eine dauerhafte Geheimhaltung wesentlicher, die gemeinsame Beratung beeinträchtigender Informationen kann nicht zugesagt werden. Ist eine verantwortbare gemeinsame Beratung nicht mehr möglich, kann sie unter Beachtung der gesetzlichen Voraussetzungen beendet werden. Daraus folgt keine Befugnis zur eigenmächtigen Offenlegung der Mitteilung.

Keine Person ist zur Teilnahme oder Fortsetzung gezwungen. Bei Abwesenheit eines Partners erfolgt eine Umwandlung in Einzelberatung nur nach ausdrücklicher Vereinbarung über Leistung und Preis.

10. Datenschutz und Aufzeichnungen

Die Verarbeitung personenbezogener Daten wird in der gesonderten Datenschutzerklärung und Klienteninformation erläutert. Diese AGB sind keine Einwilligung in die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten. Soweit eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich ist, wird sie für jede teilnehmende Person gesondert eingeholt.

Die Beraterin erstellt keine Audio- oder Videoaufzeichnungen und verwendet keine automatische Gesprächstranskription oder KI-Zusammenfassung. Aufzeichnungen durch teilnehmende Personen bedürfen einer vorherigen ausdrücklichen Zustimmung sämtlicher betroffener Personen.

11. Beendigung der Zusammenarbeit

Weitere Sitzungen können jederzeit abgelehnt werden. Für bereits vereinbarte Sitzungen gelten die gesetzlichen Kündigungs- und Widerrufsrechte sowie die vorstehenden wirksamen Terminregelungen. Die Beraterin kann eine Zusammenarbeit insbesondere beenden, wenn sie fachlich nicht geeignet ist oder eine verantwortbare Durchführung nicht möglich ist. Dabei werden gesetzliche Grenzen, insbesondere eine gegebenenfalls unzulässige Kündigung zur Unzeit, beachtet.

Ein Kündigungsrecht nach § 627 BGB wird durch diese AGB nicht ausgeschlossen. Die Abrechnung bereits erbrachter Leistungen und etwaige weitere Folgen richten sich bei Kündigung nach dem Gesetz.

12. Haftung

Es gelten die gesetzlichen Haftungsregelungen. Eine Haftung für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit oder Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit wird nicht ausgeschlossen oder beschränkt.

Die fehlende Zusage eines bestimmten Beratungserfolgs stellt keinen Ausschluss der Haftung für eine Pflichtverletzung dar.

13. Widerruf und Schlussbestimmungen

Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen und bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen das gesetzliche Widerrufsrecht, soweit dessen Voraussetzungen vorliegen. Hierüber informiert die gesonderte Widerrufsbelehrung. Der Sitzungsort allein entscheidet nicht über das Widerrufsrecht; auch eine online gebuchte Vor-Ort-Sitzung kann darunter fallen.

Es gilt deutsches Recht. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften, die nach dem anwendbaren Recht zusätzlich gelten, bleiben unberührt. Es wird kein ausschließlicher Gerichtsstand zulasten von Verbrauchern vereinbart.

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, treten an ihre Stelle die gesetzlichen Vorschriften. Die übrigen Bestimmungen bleiben nach Maßgabe des Gesetzes bestehen.

Die Beraterin ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.